Wenn Folke vom Paradies träumt...
Knockin' on heaven's door (...im Süden Indiens...)
Wenn man in Nikkis Nest ankommt, ist das nicht zu vergleichen mit dem Ankommen in einem Hotel, oder in einem der üblichen Resorts. In Nikkis Nest wird man im wahrsten Sinn des Wortes Willkommen geheißen: der Manager, die Rezeptionistin, zwei der „boys“, ein Zimmermädchen kommen und begrüßen dich wie einen alten Bekannten – und, ich habe es beobachtet – diese Zeremonie wiederholt sich bei jedem ankommenden Gast – egal ob er das erste oder das zehnte Mal an die Pforte zum Paradies klopft...
Sie nehmen dich, führen dich auf die mit armstarken Bambusrohren gedeckte Terrasse, wo auch ein Schreibtisch, der ‚Rezeption’ zu spielen hat, steht, reichen dir – es sind jetzt rund drei Minuten nach dem Aussteigen aus dem hoteleigenen Van vergangen – einen frisch gepressten Mango-Papaya Saft, rücken dir einen hoch lehnigen Korbstuhl zurecht und fordern dich sanft, aber bestimmt auf, dich zu setzen und den ersten Blick zu genießen. Der erste Blick: ein unfassbar kitschiges Bild, so eines, von dem man glaubt, das es nur drittklassige Maler zustande bringen könnten... Unendlich scheinender Meeresstrand, der tiefblaue indische Ozean, Palmen, die sich in halsbrecherischer Schräglage über den weißen Sand beugen.
Während wunderschöne, junge Männer mit umwerfendem Lächeln deine Koffer verschwinden lassen, während der sehr sanfte, jedoch sehr angenehm spürbare Wind deinen Alltag über das Wasser fortzutragen beginnt, noch schönere junge Mädchen mit noch umwerfenderem Lächeln einfach nur an dir vorübergleiten (Gehen? Oh, nein, Gehen ist das nicht!) und dich grüßen, hast du schon, ohne es zu wissen, mit der „Kur“, also dem Entspannen, begonnen.


 

<-- zurück
--> Mehr