- Faktor Geschichte:
Viele Eltern fühlen sich nicht (mehr) befähigt, eine Geschichte zu erzählen oder vorzulesen. Es ist zum einen fehlender Mut zu sich selbst, zum anderen fehlen die Geschichten, die ihnen das Vertrauen und die Sicherheit geben, bei ihren Kindern „Erfolg“ zu haben.
- Faktor Fernsehen:
Für viele Eltern ist TV der beste (weil einfachste) Zeitvertreib für ihre Kinder mit dem Argument, diese „wollen“ fernsehen, sind fasziniert und meinen, dass sie, die Eltern, mit dieser „Erzählkonkurrenz“ nicht mitzuhalten imstande sind.
Erzählen und Vorlesen folgt genau den Vorgaben und Gesetzen für eine erfolgreiche Kommunikation, ein erfolgreiches Gespräch:
- Beide Partner (Eltern/Kind) müssen sich dafür Zeit nehmen.
- Beide müssen einander Aufmerksamkeit, Achtung und Respekt schenken.
- In beiden werden positive Gefühle geweckt und erreicht: beim Erwachsenen, der ein Erfolgserlebnis durch einen intensiven Kontakt, eine körperliche, geistige und emotionale Beziehung zu seinem Kind verspürt, und beim Kind, weil es nicht nur dieselben Gefühle bei diesem „Gespräch“ empfindet, sondern darüber hinaus, durch das Erzählen Bilder in seinem Inneren zu entwickeln lernt – eine Fähigkeit, die nicht nur für die Kommunikation, sondern für seine gesamte soziale Kontaktfähigkeit in seinem späteren Leben von großer Bedeutung sein wird.
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